Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik − Klinik Hennigsdorf

Allgemeines


 

 

Priv.-Doz. Dr. med. Maria-Christiane
Jockers-Scherübl,

Chefärztin der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik 

Betten: 92

 

 

Den Gedanken eine neue Richtung geben

Dieses Motto ermöglicht Menschen, den Teufelskreis immer gleicher negativer Gedanken zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen.

Das wichtigste Organ des Menschen ist sein Gehirn. Störungen in dessen Stoffwechsel können zu den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen führen. Die biologische Psychiatrie als Teil der Neurowissenschaften erforscht die Funktion und Funktionsstörungen des Gehirns, die zu psychischen Erkrankungen führen können bzw. im Zusammenhang mit ihnen auftreten können.
Daher weiß man heute, dass jede dieser Erkrankungen durch die Kombination einer Vielzahl von Faktoren ausgelöst wird. Neben einer genetischen Veranlagung kommen meist mehrere Stressfaktoren wie Infektionen, andere körperliche Erkrankungen, schwierige Lebensumstände in unterschiedlicher Ausprägung zusammen bis ein Mensch psychisch erkrankt. Wie dies im Einzelnen ausgelöst wird, weiß man noch nicht in allen Details. Aber ebenso wie viele verschiedene äußere Umstände zu solchen biochemischen und neurophysiologischen Veränderungen führen können, gibt es auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die sie wieder beheben.

Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt und sie sind beständig am zunehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) schätzt sie folgendermaßen ein:

„Psychische Erkrankungen äußern sich im Erleben, Befinden und Verhalten, zeigen öfters einen längeren Verlauf und können die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich beeinträchtigen. Sie kommen in der Bevölkerung sehr oft vor; mehr als ein Drittel der Bevölkerung leidet irgendwann einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung. Psychische Krankheiten sind heute verlässlich zu erkennen und zu behandeln".

Viele psychische Erkrankungen gehen mit weiteren körperlichen Erkrankungen einher, umgekehrt leiden internistische oder chirurgische Patienten oft an begleitenden psychiatrischen Krankheiten. So ist es nur konsequent, psychiatrische Kliniken nicht mehr auf die grüne Wiese zu stellen, sondern im Zuge der Modernisierung der Psychiatrie eine gemeindenahe Behandlung innerhalb des Allgemeinkrankenhauses anzubieten.

Die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Krankenhauses Hennigsdorf hat den Versorgungsauftrag für den südlichen Teil des Landes Oberhavel (Altkreis Oranienburg); das heißt, Menschen aus dem Landkreis, die akut psychisch krank werden und einer sofortigen Behandlung bedürfen, müssen in jedem Fall aufgenommen werden, alle anderen können aufgenommen werden. Hierfür verfügt die Klinik über eine geschützte Station, die fakultativ auch offen ist, und zwei weitere offene Stationen mit insgesamt 92 Plätzen. Es gibt drei Tageskliniken, eine in Hennigsdorf, eine in Oranienburg und eine in Gransee mit insgesamt 51 Plätzen, ebenso eine Institutsambulanz. Die Verzahnung dieser verschiedenen Bereiche ermöglicht eine rasche Wiedereingliederung der Patienten ins häusliche Umfeld und sichert die ambulante Weiterbehandlung bei schwer Erkrankten.


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