05.07.2010 In den OP hineinspaziert

Hennigsdorfer Klinik öffnete die Türen zu den Fachbereichen / Ärzte beim Public Viewing

Von Max Zimmermann 

HENNIGSDORF - „Sie wollen sicher zur Führung durch den OP, aber das geht gerade leider nicht." Diesen Satz musste der Hennigsdorfer Chefarzt Walter A. Rau am Sonnabendnachmittag dutzende Male wiederholen.

Eigentlich sollte der Einblick in den hochmodernen Operationssaal des Hennigsdorfer Krankenhauses einen Höhepunkt des „Tags der offenen Tür" darstellen. Doch eine kurzfristige OP machte den Besuchern einen Strich durch die Rechnung. Eine Operation am Sprunggelenk stand auf dem Plan. Um 15 Uhr musste operiert werden. „Da können wir leider nicht warten", so Rau.

Doch der kleinere OP-Saal blieb für die Besucher geöffnet. „Das ist hier alles auf dem neuesten Stand der Technik", erklärte der 58-Jährige und bediente gleichzeitig per Fernbedienung die Position des OP-Tischs. Hoch und runter bewegte sich das Modul in wenigen Sekunden. Diese gute Ausstattung weiß der Chefarzt zu schätzen.

Bevor Rau im Jahr 2000 nach Hennigsdorf kam, arbeitet er unter anderem in München, Bonn und Berlin. „Das ist hier ein sehr modernes Haus und eine interessante Stadt", so der Rheinländer, der neben der guten Technik auch das Sonnenlicht in den OP-Sälen liebt. „Fensterlose Säle zu bauen, war eine Todsünde im Krankenhausbau der 70er-Jahre", erklärte Rau.

Über seine Tätigkeiten im Darmzentrum Oberhavel referierte Chefarzt Rau kurz vor dem Deutschlandspiel.

Die Fußballpartie wollte kein Facharzt verpassen, erklärte Pressesprecherin Heike Wittstock. So wurde extra ein Public-Viewing-Bereich in der Klinik eingerichtet.

Märkische Allgemeine Zeitung, 05.07.2010

Fotos (6): Oberhavel Kliniken GmbH 







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