Leistungsspektrum

Fachabteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Hennigsdorf

Diagnostik

Ambulantes diagnostisches Vorgespräch:

Für eine Einschätzung der Behandlungsindikation wird zu einem vorher vereinbarten Termin ein tiefenpsychologisch ausgerichtetes diagnostisches Gespräch geführt. Hier wird versucht, die aktuelle Symptomatik vor dem Hintergrund biographischer Besonderheiten zu verstehen, die Therapie- und Änderungsmotivation zu klären und Behandlungsziele zu bestimmen.
Zudem informieren wir hier über die Station, den therapeutischen Ansatz und die Behandlungsabläufe bzw. über für den jeweiligen Patienten geeignetere ambulante oder stationäre Behandlungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse des Gespräches werden dem überweisenden Arzt in Form eines Briefes mitgeteilt. Die stationäre Aufnahme erfolgt in Abhängigkeit von der Indikation und Bettensituation.

Therapie

Die Indikation für eine stationäre Behandlung liegt bei psychosomatischen Störungen vor, sofern eine ambulante bzw. teilstationäre Therapie aufgrund der Qualität der Erkrankung als nicht hinreichend erscheint.
Während des gesamten Aufenthaltes wird medizinische und pflegerische Betreuung gewährleistet. Darüber hinaus besteht das Behandlungsprogramm aus tiefenpsychologisch fundierter sowie verhaltenstherapeutischer Einzel- und Gruppentherapie, ferner aus erlebnisorientierten Verfahren wie Kunsttherapie, Musiktherapie, Theatertherapie, Tanz- und Bewegungstherapie. Zudem können mit einer sozialarbeiterischen Beratung Fragen zu Beruf, Finanzen, Wohnen und Ausbildung angegangen werden.
Die Dauer einer stationären Behandlung richtet sich grundsätzlich nach Qualität und Verlauf der Erkrankung. In der Regel werden Patienten jedoch zunächst für ein bis zwei Wochen zur ausführlichen Diagnostik aufgenommen. In Abhängigkeit von der Indikationsstellung kann dann nach Übereinkunft ein mehrwöchiger therapeutischer Aufenthalt folgen. Außerdem sind kurze Behandlungsaufenthalte von etwa einer Woche zur Krisenintervention vorgesehen.

Das Therapiekonzept beinhaltet unterschiedliche therapeutische Verfahren, mit sich ergänzenden Einsichts- und Erlebensmomenten.
Durch die Kombination verschiedener Therapiemethoden und die Interaktion mit den Therapeuten entstehen für den Patienten vielfältige Übertragungsmöglichkeiten. Die Erfahrungen der Therapeuten mit den jeweiligen Patienten werden in Teamsitzungen zusammengeführt und tragen, in Kombination mit der erhobenen Testdiagnostik, zur therapeutischen Schwerpunktsetzung bei.
Der Stationsalltag bedeutet ein intensives Miteinander, innerhalb dessen auch ungünstige Beziehungsmuster zum Tragen kommen. Dies birgt die Möglichkeit der gezielten therapeutischen Bearbeitung unzureichend entwickelter Konfliktlösungsfähigkeiten sowie die Chance, neue Erfahrungen innerhalb eines geschützten Experimentierfeldes zu machen.
Angestrebt wird grundsätzlich eine Steigerung der Lebensqualität durch Symptomverminderung und das Erarbeiten günstigerer Lösungen für psychosoziale Probleme und seelische Konflikte.
Gegebenenfalls kann die Therapie durch eine medikamentöse Behandlung unterstützt werden, was stets in enger Absprache mit dem Patienten geschieht.

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Therapie wird gegliedert in:

  • Einzelpsychotherapie
  • Gruppenpsychotherapie
  • spezielle Verhaltenstherapeutische Module
  • Weitere Therapieverfahren: Kunsttherapie, Musiktherapie, Theatertherapie, Bibliotherapie, Tanz- und Bewegungstherapie, Atemtherapie, Entspannungsverfahren, Sportangebote, Sozialberatung, Ernährungsberatung

Gruppenpsychotherapie

Im Mittelpunkt der Gruppenpsychotherapie steht die grundsätzlich „soziale Natur" des Menschen, da dieser seine Persönlichkeit immer in Beziehungen zu andern Menschen entwickelt. Hier wird also die gegenseitige Beeinflussung zwischen dem Individuum und seinem sozialen Umfeld (z. B. Familie, Arbeit, Kulturgemeinschaften, etc.) betont. Diese allgegenwärtigen dynamischen Prozesse gründen einerseits auf Beziehungserfahrungen, die bestimmen, wie wir in eine Gemeinschaft eintreten. Andererseits wird der Mensch immer auch durch die für ihn maßgebenden Gruppen beeinflusst. Das Erleben und Verhalten des Einzelnen in Gruppen ist also ein Resultat dieser Dynamik.
Störungen Einzelner sind immer auch Ausdruck gestörter Gruppenbeziehungen. Gruppenpsychotherapie ermöglicht deshalb innerhalb eines therapeutischen Prozesses, die für den Einzelnen typischen Konfliktsituationen in der Gruppe zu wiederholen und in den Beziehungen in der Gruppe darzustellen.
Ebenso stellt die Gruppenpsychotherapie eine therapeutische Gemeinschaft dar, in der die Patienten mit Hilfe und Unterstützung des Therapeuten ein besonderes Lern- und Übungsfeld in einem geschützten Rahmen erfahren und eigenes emotionales Erleben sowie Denk- und Verhaltensmuster erkennen und einer Veränderung zuführen können.
Dem Austausch der Patienten untereinander über persönliche Erlebnisse und gefundene Lösungswege sowie der eigenen Wahrnehmung und emotionalen Reaktion in Bezug auf die Mitpatienten oder in Bezug auf angebotene Themen kommt besondere Bedeutung zu. Durch die Reflexion persönlicher Entwicklungen wird existenzielle Einsicht in unabgeschlossene Erfahrungen ermöglicht und der Genesungsprozess unterstützt. Das Einüben von zwischenmenschlichen Kompetenzen, Konfliktlösungsstrategien und Fähigkeiten zur Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben sowie die Vermittlung von Informationen über Störungsbilder, Gesundheitsverhalten und emotionale Befindlichkeiten unterstützen diesen Prozess.

Kunsttherapie

„Ressourcen, Ressourcen und nochmals Ressourcen!"

Die Welt der Gestaltung, die innere Welt des Erlebens ohne Worte, des Be-Greifens von Gefühlen, des Spürens, des Ich-Erlebens ist eine Welt des Entdeckens, Experimentierens und der Freude am kreativen Umgang mit und an sich selbst; eine Welt der Farbe, des Ausdrucks und der Gestaltung von Zielen, Hoffnungen, Wünschen und Lösungen in einem sicheren wertfreien Raum; dem der Kunsttherapie.
Die wertfreie, nicht-bewertende, kreative Welt ist eine Welt des Ich-Entdeckens, des Aufspürens neuer Wege und Lösungen und des „Ich-kann-ja-doch----hurra!"- Erlebens.

Hier ist es möglich, Verborgenes, Geborgenes, Ziele und Wünsche, Innere Themen, Problematiken aufzudecken, zu bearbeiten und aufzuarbeiten, zu artikulieren und Ängsten oder der Trauer ein Gesicht zu geben und dabei sogar noch Flügel wachsen zu lassen.

Das Interpretieren des Bildes oder der Gestalt, des Gefühls beim Tun und Betrachten ist Sache des Patienten; als Therapeut betrachte ich mich als Begleiter auf einen neuen Weg.

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Bibliotherapie

„Erinnerungen, Gefühle, Gespräche und Texte"

Vergessen Sie den typischen Deutschunterricht! Es geht in der Bibliotherapie nicht um die Interpretation des Textes, der Aussage des Lyrikers oder Schriftstellers und schon gar nicht um den semantischen Aufbau von Texten und / oder um „Diktate - schreiben"...

Vorgeschlagen wird jeweils ein (Überraschungs-) Thema, welches zunächst auf Erfahrungen, Erinnerungen und Gedankenspielereien in Form eines Gruppengesprächs hinzielt. Zu den Themen werden Texte (Lyrik, Auszüge aus Romanen, Dramen, Belletristik, Märchen, Mythologieinhalte etc.) vom Therapeuten oder in Kleingruppen gelesen, wodurch sich über das entstehende reine Gefühl ein Gespräch und ein wertfreier Austausch anschließt.

Resultierende Denkanstöße, entstehende Offenheit und das „Sich-trauen", in einer Gruppe über Gefühle zu reden, der gemeinsame Erinnerungsaustausch, das sich näher Kennenlernen, die individuellen Ansichten und / oder Befremdungen verleihen individuellen und auch unterdrückten Gefühlen einen wertfreien Raum und einen Erfahrungsaustausch mit sich und anderen.

Therapeutisches Theater oder auch heilsames Theater

Schon mal den neutralen Stand erprobt, Obstsalat gespielt oder ein Gruppenecho gespürt? Beim therapeutischen Theater wird auf spielerische Weise der Kontakt zum eigenen Körper und die Verbindung zur eigenen Psyche gepflegt. Therapeutisches Theater ist ein Weg, die verschiedenen Aspekte der eigenen Persönlichkeit besser kennen zu lernen und in den Alltag zu integrieren. Es geht darum, Spaß zu haben, seine eigenen Möglichkeiten zu entdecken und sich im Zusammenspiel mit anderen zu erproben.

In jeder Therapieeinheit beschäftigen wir uns mit einem bestimmten Thema, z.B. Farben, Märchen, Glück, Alltag, Reise etc. Mit Hilfe von Lockerungs-, Konzentrations-, Raumwahrnehmungs- und Improvisationsübungen nähern wir uns den einzelnen Aspekten. Die Ergebnisse werden szenisch dargestellt. Hierbei geht es darum, den Augenblick zu nutzen und zu entscheiden, was ich jetzt bereit bin von mir zu zeigen und was verborgen bleiben soll.

Therapeutisches Theater ist für alle Menschen geeignet, auch für Menschen, die bereits therapeutische Vorerfahrung haben, die Spaß am kreativen Ausdruck haben und ganz besonders für Menschen mit psychosomatischen Leiden.

Focus-Zertifikate

Klinikliste 2018

Die Klinik Hennigsdorf zählt bei der Behandlung von Depressionen und Multiple Sklerose zu den besten Kliniken Deutschlands. Im Land Brandenburg belegt das Haus den dritten Platz und erhielt die Auszeichnung „Top Regionales Krankenhaus 2018“.

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Qualitätsmanagement

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