Gelbsucht-Check ohne Pieks
01.07.2026
Gute Nachrichten für die allerkleinsten Patienten: In der Praxis von Kinderärztin Dr. Dörte Pawellek im MVZ der Klinik Oranienburg steht nun ein Gerät zur Verfügung, mit dem der Bilirubinwert bei Neugeborenen schnell, zuverlässig und ganz ohne Blutentnahme bestimmt werden kann. „Gerade in den ersten Lebenstagen möchten wir Untersuchungen für die Kleinen so schonend wie möglich gestalten“, erklärt die Pädiaterin. „Mit dem neuen Gerät können wir den Bilirubinwert innerhalb weniger Sekunden bestimmen und früh erkennen, ob eine behandlungsbedürftige Neugeborenengelbsucht vorliegt.“
Eine leichte Gelbfärbung der Haut und der Augen durch einen erhöhten Bilirubinwert im Blut trete bei vielen Babys nach der Geburt auf, erklärt die Ärztin. Das liege an der noch unreifen Leber. Ein erhöhter Bilirubin-Wert kann auslösen, dass das Kind sehr müde ist und schlecht trinkt. In den meisten Fällen sei die Erhöhung harmlos und bilde sich von allein zurück. Eine stark erhöhte Bilirubin-Konzentration im Blut hingegen könne fatale Folgen haben. „Das Neugeborene trägt im schlimmsten Fall Hirnschäden davon. Deshalb ist ein regelmäßiger Check wichtig, um erhöhte Werte rechtzeitig festzustellen und das Baby gegebenenfalls – etwa mit einer speziellen Lichttherapie – zu behandeln; so wird das Bilirubin reduziert.“
Die Messung mit dem neuen Gerät erfolgt einfach per kurzem Kontakt über die Babyhaut; das Ergebnis erscheint sofort auf dem Display. Damit entfällt in vielen Fällen der üblicherweise notwendige Pieks in den Fuß des Neugeborenen. „Für die Babys bedeutet das deutlich weniger Stress – und für die Eltern weniger Anspannung“, sagt Dörte Pawellek lächelnd.

Dr. Dörte Pawellek mit dem Messgerät. Foto: SGFotografie/Kristina Wolf

Schmerzfrei: der Bili-Check bei einem Neugeborenen. Foto: Kerstin Dolderer

















