Klinik Hennigsdorf: Zukunft des Gesundheitsstandortes
29.08.2025
Kein einfaches Thema stand in dieser Woche auf dem Plan. Ging es doch nicht weniger als um die Zukunft der Klinik Hennigsdorf. Bürgermeisterkandidat Oliver Schönrock besuchte am Mittwoch, dem 27. August 2025, die Klinik Hennigsdorf und informierte sich vor Ort über die weitere Entwicklung des Gesundheitsstandortes. Während eines Rundganges mit Geschäftsführer Dr. med. Detlef Troppens und Geschäftsführerin Wiebke Gröper betonten beide Seiten, dass es das vorderste Ziel sei, die Gesundheitsversorgung der Stadt sicherzustellen und den Standort der Oberhavel Kliniken in Hennigsdorf zu einem modernen, ambulanten Versorgungszentrum weiterzuentwickeln. Im Fokus der Gespräche standen die Zugewinnung von Fachärzten, der Erhalt von OP-Kapazitäten für ambulante Eingriffe und diagnostischen Möglichkeiten wie Labor und Röntgen sowie eine Notfallversorgung am Standort Hennigsdorf in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung.
Geschäftsführer Dr. med. Detlef Troppens: „Im Vorfeld des Kreistagsbescheids und der dazugehörigen Debatten haben wir ohne Frage sehr unterschiedliche Positionen vertreten. Nun geht es darum, nach vorn zu schauen und gemeinsam zu überlegen, wie wir die Klinik Hennigsdorf als ambulanten Gesundheitsstandort erhalten und stärken können. Denn vielen ist noch immer nicht klar: Wenn wir die Oberhavel Kliniken nicht neu strukturieren, so wie es der Kreistag Anfang April beschlossen hat, können wir ab 2027 ganz wesentliche Behandlungen nicht mehr anbieten: Sei es die Akutversorgung von Herzinfarkten, von Schlaganfall oder auch die Unfallchirurgie – daran ändern auch die aktuellen Nachjustierungen der Reform auf Bundesebene nichts. Daher freue ich mich sehr, dass Herr Schönrock sich die Zeit genommen hat, um zu besprechen, wie zukünftig zum Wohle der Patientinnen und Patienten eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stadt und uns aussehen könnte.“
Geschäftsführerin Wiebke Gröper: „Wichtig ist zudem, dass wir deutlich machen, wir sind noch da! Wir haben gerade unsere Fördermittelanträge abgegeben und unsere Zeitplanung geschärft. Unsere Botschaft lautet heute ganz klar: Liebe Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfer, das Krankenhaus gibt es auch weiterhin – heute und mindestens noch 8 bis 10 Jahre. Niemand bricht einfach über Nacht hier die Zelte ab.“
Oliver Schönrock, Bürgermeisterkandidat der Stadt Hennigsdorf: „Natürlich waren die Pläne zur Schließung des Krankenhauses Hennigsdorf für mich ein Schock und ich stehe auch zu meiner Haltung, die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf eine wohnortnahe und sichere Gesundheitsversorgung, ohne Frage. Die Stadt und das Krankenhaus liegen mir einfach am Herzen. Aber wer mich und mein Wahlprogramm kennt, der weiß, mir ist es wichtig, über Probleme zu reden. Ich habe mittlerweile viele Gespräche mit den Leuten vor Ort, aber auch mit dem Landrat und mit Geschäftsführer Dr. Troppens führen können. Klar ist eines: Das Wichtigste ist, eine Verlässlichkeit für die Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfer zu schaffen! Dass alle wissen, hier finden sie auch in einigen Jahren noch einen Arzt, wenn sie ihn brauchen. Eine Notfallpraxis mit Öffnungszeiten außerhalb der regulären Praxissprechzeiten und am Wochenende würde für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt das gesundheitliche Sicherheitsgefühl stärken. Wie Dr. Troppens mir zusicherte, laufen dazu bereits Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung.“

Während eines Rundgangs auf dem Gelände der Klinik Hennigsdorf stand die Entwicklung des Gesundheitsstandortes im Fokus (Foto: Oberhavel Kliniken/Kerstin Neubauer)

















