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Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité

SOS nach Vergewaltigung

Angebot „Medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung“

Angebot der vertraulichen Spurensicherung

Ob aus Angst, Scham oder Verzweiflung – wenn Sie sexualisierte Gewalt erfahren mussten, sind Sie möglicherweise noch nicht bereit, sich direkt nach der Tat an die Polizei zu wenden. Doch unabhängig davon, ob Sie eine Anzeige erstatten wollen oder nicht, bedürfen Sie sofortiger ärztlicher Hilfe – auch wenn Sie an sich zunächst keine sichtbaren Verletzungen bemerken.

Das Angebot der vertraulichen Spurensicherung richtet sich an Betroffene von sexualisierter Gewalt, unabhängig von Geschlecht oder der sozialen Beziehung zum Täter bzw. zur Täterin.

Sofort vertrauensvoll versorgt.

Mit unserer medizinischen Versorgung und der vertraulichen Spurensicherung sind wir rund um die Uhr für Sie da. Unser Team aus Ärztinnen und Ärzten ist speziell für diese Fälle geschult. 

Unabhängig von einer Anzeige leisten wir Ihnen Beistand, lassen Ihnen jegliche medizinische Hilfe zuteilwerden und sichern die Tatspuren. So haben sie später genügend Zeit, sich in aller Ruhe zu überlegen, ob Sie nachträglich Anzeige erstatten möchten. Auf das Beweismaterial können Sie zurückgreifen, da es verschlüsselt und sicher für 10 Jahre aufbewahrt wird.

Unsere Ansprechpersonen im Klinikum

Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

Chefärztin Dr. med. Elke Keil

Bereitschaftsdienst
Telefon: 03301 66-3017

Sekretariat
Telefon: 03301 66-2010

So schnell wie möglich handeln

Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall! Für die vertrauliche Sicherung der Spuren spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Die meisten Spuren können innerhalb weniger Tage nach der Tat gesichert werden. Bitte begeben Sie sich also so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung. Wenden Sie sich hierfür an die Zentrale Notaufnahme einer der beteiligten Partnerkliniken.

Und auch, wenn es Ihnen sicherlich schwerfällt: Vermeiden Sie es, sich zu duschen oder die Kleidung zu wechseln. Nur so können wir wichtige Beweise für Sie sichern. 
Sie können sich zur Unterstützung von einer Vertrauensperson begleiten lassen. 

Anlaufstellen (24/7) ‒ beteiligte Partnerkliniken

  • Oberhavel Kliniken, Standort Oranienburg
    Robert-Koch-Straße 2–12, 16515 Oranienburg
    Telefon: 03301 66-3017
  • Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam
    Zimmerstraße 6, 14471 Potsdam
    Telefon: 0331 9682-1112
  • Asklepios Klinikum Uckermark
    Am Klinikum 1, 16303 Schwedt/Oder
    Telefon: 03332 53-4190
  • Elbmed Prignitz, Standort Perleberg
    Dobberziner Straße 112, 19348 Perleberg
    Telefon: 03876 30-30
  • GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde
    Rudolf-Breitscheid-Straße 100, 16225 Eberswalde
    Telefon: 03334 69-0
  • Helios Klinikum Bad Saarow
    Pieskower Straße 33, 15526 Bad Saarow
    Telefon: 033631 7-1111
  • Immanuel Klinik Rüdersdorf
    Seebad 82/83, 15562 Rüdersdorf bei Berlin
    Telefon: 033638 83-355
  • Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam
    Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam
    Telefon: 0331 241-55051
  • Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem
    Thiemstraße 111, 03048 Cottbus
    Telefon: 0355 46-2468
  • Rhön-Klinikum, Standort Frankfurt (Oder)
    Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt (Oder)
    Telefon: 0335 548-2710 (innerhalb Dienstzeiten)
    Telefon: 0335 548-1301 (außerhalb Dienstzeiten)
  • Sana Kliniken Niederlausitz, Standort Lauchhammer
    Friedensstraße 18, 01979 Lauchhammer
    Telefon: 03573 75-3770
  • Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel
    Hochstraße 29, 14770 Brandenburg an der Havel
    Telefon: 03381 41-2900
  • Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
    Fehrbelliner Straße 38, 16816 Neuruppin
    Telefon: 03391 39-4515

Jede Anzeige ist wichtig

Trotz aller Bedenken möchten wir Sie in jedem Fall zu einer polizeilichen Anzeige ermutigen. Erst dadurch ist eine Strafverfolgung möglich, und diese kann verhindern, dass sich die Tat wiederholt.

Beratung und Schutz

Auf Wunsch kann Ihnen der Kontakt zu Beratungsstellen der Opferhilfe Land Brandenburg e.V. vermittelt werden, die streng vertraulich, optional anonym, kostenlos und in allen Sprachen (per Übersetzer: innen) beraten.

Projektmitwirkende

Das Angebot wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ) des Landes Brandenburg gefördert, vom Brandenburgischen Landesinstitut für Rechtsmedizin (BLR) koordiniert und kooperiert zu Fragen der psychosozialen Beratung von Betroffenen mit der Opferhilfe Land Brandenburg e.V.

Weitere Informationen zur "Medizinischen Soforthilfe und vertraulichen Spurensicherung nach Vergewaltigung“ erhalten Sie hier.

Bei Fragen zur Aufbewahrung des vertraulich gesicherten Spurenmaterials können Sie sich per E-Mail an die Koordinierungsstelle des Brandenburgischen Landesinstituts für Rechtsmedizin (BLR) an vss@remove-this.blr.brandenburg.de wenden.

Qualitätsmanagement

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