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Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité

Mein schöner Arbeitsplatz – Romano Bergling

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberhavel Kliniken erzählen, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind, was sie an ihrer Tätigkeit mögen und warum sie gern bei uns arbeiten.

Video zu „Mein schöner Arbeitsplatz“ mit Romano Bergling (2022)

Romano Bergling: Zwischen Leben und Tod auf der Intensivstation: „Ich trage mein Herz in der Pflege“

Über einen Umweg kam Romano Bergling an die Oberhavel Kliniken. Zwischenstation: die Bundeswehr. „Irgendwann war der Lichtblick da, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden“, sagt der 34-Jährige. Sein Ziel sah er verblüffend klar vor Augen: Die Intensivstation in der Klinik Hennigsdorf musste es sein. Woher diese Entschlossenheit, sich auf so verantwortungsvolles Terrain zu begeben? „Ich trage mein Herz in der Pflege. Das intensive Arbeiten unter komplexen und schwierigen Bedingungen hat es mir angetan.“

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Romano Bergling, Gesundheits- und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie

„Berufliches Lebensziel erreicht!“

Und der Balanceakt zwischen Leben und Tod? „Mit Spaß und dem Willen, diesen Beruf ehrenvoll zu erfüllen, einem guten Team und einem stabilen Umfeld kommt man damit gut zurecht.“ Der junge Mann setzte noch den Gesundheits- und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie obendrauf und stellt sich nun selbst die erbauliche Diagnose: „Berufliches Lebensziel erreicht!“ Romano Bergling strahlt.

Teamfähigkeit, eine sichere Hand und gewisse Technikaffinität – all das sei für seinen Job auf der Station 31 unabdingbar, sagt er. Und: Verlässlichkeit sowie Vertraulichkeit – zu jeder Tageszeit. „Auch nachts müssen wir geistig und körperlich absolut fit sein, um schnell auf neue Entwicklungen und Bedürfnisse bei jedem Patienten reagieren zu können.“

An seinem Arbeitsplatz gefalle ihm vor allem der Mix aus erfahrenen und jungen Kollegen. Man unterstütze einander. „Jeden Tag werfen wir alle unser Können zusammen und geben das Beste für unsere Patienten.“

Der stete Blick über den Tellerrand

Auch wenn aus medizinischer Sicht alles getan werde – manchmal müssten Ärzte und Pfleger auf der Hennigsdorfer Station einen Patienten auch loslassen. „Es gibt Fälle, die haben jeden von uns außergewöhnlich bewegt, diese vergisst man nicht.“ Aber auch schöne Geschichten, die das Leben mitunter schreibt, seien im Teamgedächtnis haften geblieben. „Ich erinnere mich an eine Patientin, bei der alle Möglichkeiten ausgeschöpft schienen. Aber sie überlebte und klingelte einige Monate nach ihrer Entlassung an der Stationstür – mit einem Präsentkorb als Dankeschön.“ So etwas wärme sein Herz.

Die Patienten kommen auf verschiedenen Wegen auf die Intensivstation: über den Rettungswagen, etwa nach Unfällen, über andere Stationen, wenn sie plötzlich reanimationspflichtig werden oder nach einer Operation eine Zeitlang überwacht werden müssen. „Da wir viel mit Patienten aus der Neurologie, Geriatrie, Unfall- und Gefäßchirurgie zu tun haben, brauchen wir ein breites Fachwissen.“ Der stete Blick über den Tellerrand – die Ausbildung an den Oberhavel Kliniken bereite einen gut darauf vor.

Im Fernsehen sehe man klassischerweise oft Intensivpatienten, die bewusstlos oder im künstlichen Koma an Maschinen angeschlossen sind. Dabei gebe es auch wache Patienten. Das Personal kommuniziere mit allen, das gehe auch nonverbal mit kleinen Gesten – dem Händehalten, einem Streichen über die Stirn, dem Eincremen der Füße. Ohne Empathie läuft nichts im Intensivbereich. Neben der medizinischen Versorgung der Patienten gilt es auch hin und wieder, Abschiede zu begleiten, traurige Angehörige aufzufangen. „Sie sollen mit dem Wissen aus der Tür gehen, dass wir alles Menschenmögliche getan haben, um das Leben ihrer Lieben zu retten“, sagt der Pfleger.Romano Bergling ist da, wo er wirken will; das spricht aus jedem seiner Sätze. „Ich sehe mich in den nächsten Jahren genau hier, mit meinen tollen Kollegen, die sich gern von meiner positiven Energie anstecken lassen. Im Team füllen wir diesen tollen Beruf aus – für die Menschen, die uns brauchen.“

(Stand: 2022)

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