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Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité

Mein schöner Arbeitsplatz – Sandra Uffelmann

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberhavel Kliniken erzählen, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind, was sie an ihrer Tätigkeit mögen und warum sie gern bei uns arbeiten.

Sandra Uffelmann: „Babys helfe ich am liebsten nachts auf die Welt“

Sandra Uffelmann arbeitet, wo das Leben beginnt – als Hebamme im Kreißsaal

Lange war Sandra Uffelmann im Handel tätig, zuletzt in leitender Position. Irgendwann schoss ihr der Gedanke ein, ob der Job, das tägliche Ringen ums liebe Geld, sie eigentlich noch erfülle. Die Antwort fiel ihr leicht: Nein. Nach etwas wirklich Sinnstiftendem stand ihr der Sinn. Ein Praktikum im Krankenhaus beeindruckte sie: Ihr Berufsweg würde sie in ein Krankenhaus führen. „Dahin, wo das Leben beginnt – in den Kreißsaal“, erzählt die 33-Jährige. Gesagt, getan. Seit fünf Jahren ist Sandra Uffelmann an den Oberhavel Kliniken im Einsatz. Zunächst absolvierte sie ihre Ausbildung beim Klinikverbund. „Ich war eine der ersten Hebammen, die wieder eigens am Haus ausgebildet wurden.“ Und weil man die Lehrinhalte beim Neustart frisch ausrichtete, bekamen die jungen Menschen sogar einiges an Mitspracherecht eingeräumt. An ihre Prioritäten und Bedürfnisse – hier etwas weniger Info, dort bitte mehr Praxis – wurde das Curriculum angepasst. Das Konzept kam an und ging auf.

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Sandra Uffelmann, Hebamme im Kreißsaal der Klinik Oranienburg

Beruf erfordert Extraportion Empathie und Ausdauer

Seit zwei Jahren betreut Sandra Uffelmann in der Klinik Oranienburg Frauen unter der Geburt. Der Arbeitstag einer Hebamme kann ruhig ausfallen, mitunter begehren aber viele Babys gleichzeitig Einlass in die Welt. „Dann kommt es vor, dass ich erst am Dienstende zum Essen komme“, sagt Uffelmann und lacht herzlich. Glücklicherweise sei das Hebammenteam groß. Und vielfältig: „Wir haben junge Hebammen, ältere, erfahrene Hebammen, Kolleginnen mit verschiedenen Muttersprachen. Das macht uns zu einem bunten Team, das für den Beruf brennt, sich gut versteht und unterstützt – darum arbeite ich hier so gern“, sagt Sandra Uffelmann. 

Für den Beruf der Hebamme und des Entbindungspflegers brauche es viel Empathie, Ausdauer, Flexibilität und Eigenverantwortung. „Unter der Geburt liegen das Wohlergehen der Mama und des Kindes in meinen Händen. Wie es der Mama geht, zeigt oder sagt sie mir. Beim Kind bin ich auf den Wehenschreiber, das CTG, angewiesen. Die Kurven darauf zu deuten, gehört zu unserem Handwerk.“ Entbindungspfleger müssen auch Blut abnehmen und im Notfall Reanimationsgeräte bedienen. 

Der Beruf der Hebamme habe sich über die Jahrzehnte beachtlich gewandelt: „Unsere älteren Hebammen haben die Herztöne des Kindes in ihrer Ausbildung noch mit einem Holzrohr abgehört“, erzählt Sandra Uffelmann. Später kam das Dopton auf, ein Gerät, mit dem erstmals auch andere Personen im Raum die Herztöne mithören konnten. Mit dem CTG erst war die Aufzeichnung von Herztönen und Wehen möglich. 

Ein ganzes Team an Spezialisten ist stets auf Abruf

Eine Besonderheit an den Oberhavel Kliniken: Die Neonatologie, auf der Frühchen ab der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche und krank geborene Kinder betreut werden, ist direkt in die Wochenbett-Station integriert. Eine nach der Geburt erschöpfte Mama kann so mit wenigen Schritten ihr Kind besuchen gehen oder, falls das Baby nur eine Überwachung von Puls und Atmung  am Monitor braucht, Haut an Haut mit ihm kuscheln. Die optimale Versorgung von Mutter und Kind ist rund um die Uhr abgesichert: Anästhesisten, Gynäkologen, Kinderärzte, Kinderpfleger und Intensivpersonal stehen stets auf Abruf. 

Wenn eine werdende Mutter besonders viel Unterstützung benötigt, geben die Entbindungshelfer viel von ihrer eigenen Energie ab. Wie findet Sandra Uffelmann ihren Ausgleich für turbulente Stunden im Kreißsaal? „Ich habe einen verrückten Labrador, mit dem ich gern im Wald spazieren gehe. So halte ich es für mich“, sagt sie strahlend, „Bambule auf der Arbeit und Ruhe zu Hause.“ Da komme ihr das Schichtsystem zugute: „Ich picke mir einfach die Vorteile heraus. Spätdienst etwa ist prima für meinen Biorhythmus; dann kann ich ausschlafen. Und Babys helfe ich am liebsten nachts auf die Welt – wenn alles ruhig, dunkel und kuschelig ist.“

(Stand: 2023)

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